Die Reise war lang. Als er endlich in Israel ankam, traute er seinen Augen nicht. Es war Sommer. Das letzte Tageslicht ist ihm noch gut in Erinnerung. Es blendete ihn, als er in einem deutschen Containerhafen darauf wartete, dass sich die Türen des Containers schließen. Seitdem wusste er nie, wo er war. Stunden, Tage und Wochen vergingen, bis er ankam
Es ist Frühling. Und im Frühlich verändert sich meistens viel. In Deutschland blühen endlich wieder Pflanzen, die Menschen wachen so langsam aus ihrem Winterschlaf auf und manche fangen sogar an zu putzen. Ich ziehe um. Gestern hieß es bye bye Wohnheim
Wer nach Israel reist, dort lebt oder eben nur studiert wird an einem Thema nicht vorbei kommen: Dem Holocaust, seinen Folgen und der entstandenen Erinnerungskultur. Insbesondere manche Deutsche scheinen damit mehr Probleme zu haben, als sie glauben
Da ich mir Israel auch abseits von Tel Aviv anschauen will, denn wie alle großen Städte sind sie nicht repräsentativ für das Land, bin ich letztes Wochenende in die Golanhöhen gefahren. Ganz klassisch mit dem „Otobus“
Amerikaner/innen wird oft nachgesagt, dass sie eine sehr andere Art und Weise haben. Diese durfte ich heute hautnah erleben. Hatte ich gestern noch geraten, dass Hunderte von ihnen den Campus gestürmt hätten, sah ich heute im Auditorium die Realität: Ich hatte recht!
Nach meinem ersten dänischen Bier in einer israelischen Bar ohne israelisches Hopfengebräu ging es heute in mein endgültiges neues zu Hause. Der Weg zum Studentenwohnheim „Einstein Dorms“ gestaltete sich nicht so einfach, da ich dummerweise vier Kilometer, mit meinen 20 kg Gepäck in die falsche Richtung gelaufen war. Nach der Kehrtwende im Richtungskurs habe ich dann glücklicherweise ziemlich schnell den Bus in Richtung Universität gefunden
Nach fast einem Jahr Vorbereitung, zahlreichen Formularen und hin und her Geschicke von Dokumenten war es dann gestern soweit: Ich bin in Israel gelandet.
In genau elf Tagen werde ich deutschen Boden verlassen, um auf israelischen weiterzustudieren. Anstrengend und aufregend zugleich, wenn man sich sein ganzes Auslandssemester selbst organisieren muss. Da machen es Erasmusprogramme schon einfacher. Ehrlich gesagt habe ich nun fast ein Jahr damit zugebracht, alle Sachen zu organisieren,
und doch brauch(t)en sie es. Geht vielen so, aber nicht jeder hat schon ein lang ersehntes Album angefangen, dessen Ende nun von den Spenden des Konzertes am 21.01.2012 abhängt.
Wer also den legendären ‘one and only’ Fuckables Gig 2008 in Bremerhaven nicht miterlebt hat, kann sich nun optisch und musikalisch davon überzeugen lassen